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El EspinoDie Kaffeekooperative El Espino liegt am Fuße des Vulkans San Salvador in der Nähe der gleichnamigen Hauptstadt El Salvadors. Ein Teil der Anbaufläche schmiegt sich bis in die Gebirgsfalten des Vulkans hinein.Die Kooperative hat eine sehr konfliktreiche Geschichte: Vor der Agrarreform von 1980 gehörte El Espino der Familie Dueñas. Viele der heutigen Kooperativenmitglieder lebten dort bereits als schlecht bezahlte Landarbeiter. Die in El Salvador einflussreiche Familie Dueñas klagte gegen die Enteignung. Im Laufe der Jahre wurde der Kooperative mit umstrittenen Urteilen immer wieder Land abgenommen, bis heute herrscht keine Rechtssicherheit. Gegenwärtig hat die Kooperative 128 Mitglieder. Darüber hinaus leben 300 weitere Familien auf dem Gelände der Kooperative. Von den Einnahmen aus dem Verkauf des Kaffees werden Bildungs- und Gesundheitsprogramme finanziert: so kommt beispielsweise täglich eine Ärztin, die die Familien gesundheitlich versorgt. El Espino baut auf 800 bis 1500 Metern Höhe unter Schattenbäumen ausschließlich biozertifizierten Kaffee der Arábica-Sorten Bourbon und Pacamara an und fühlt sich auch sonst dem Naturschutz verbunden: die Kooperative hat einen Naturpark - den Ecoparque El Espino - eingerichtet, in dem nicht nur ein Teil des Kaffees wächst, sondern der durch seine Wanderwege, Aussichtspunkte und sein Café auch einen wichtigen Beitrag zur Naherholung im Großraum San Salvador leistet. 16 verschiedene Zugvogelarten nützen ihn als Schutzraum während der jährlichen Wanderung und unterirdisch fließende Bäche liefern weit über die Region hinaus Trinkwasser. Der Naturpark mit der Cafeteria und einem Kunsthandwerkladen ist Teil der Bemühungen, vom Kaffeeexport unabhängige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Kooperative betreibt eine eigene Rösterei und verkauft ihren Kaffee auch an den salvadorianischen Einzelhandel. Honig und Gemüse werden ebenfalls zum Weiterverkauf produziert. Die Qualitätssicherung spielt eine große Rolle: Die Kooperative hat eine eigene Baumschule. Mit den dort gezogenen Jungpflanzen aus eigenen Beständen können überalterte Kaffeebäume mit biologisch einwandfreiem Pflanzmaterial ersetzt werden. In der Weiterverarbeitungsanlage der Kooperative im Valle de Zapotitán wird jede Partie Kaffee sorgfältig bearbeitet, geprüft und verkostet. Für den La Cortadora-Kaffee der Mitka werden aus der Kaffeeernte ausschließlich die besten Bohnen aus den höchsten Lagen ausgewählt. |
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