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FinanzierungVon den Banken in Mittelamerika erhalten die KaffeebäuerInnen aufgrund mangelnder Sicherheiten Kredite in der Regel gar nicht oder nur zu horrenden Zinssätzen.Damit die ProduzentInnen die Ernte und Verarbeitung des Kaffees bezahlen können, leistet die MITKA zum Zeitpunkt der Ernte eine Vorfinanzierung auf die bestellte Menge. Davon können beispielsweise die ErntehelferInnen bezahlt werden. Haben die ProduzentInnen zu diesem Zeitpunkt kein Geld zur Verfügung, sind sie gezwungen, einen Teil oder auch die gesamte Ernte an regionale Aufkäufer zu verkaufen, die so genannten Coyotes, die für große Unternehmen Kaffee auf der Straße zu meist sehr schlechten Preisen aufkaufen. Der restliche Einkaufspreis wird überwiesen, wenn der Rohkaffee verschifft wurde und die Ladepapiere bei der MITKA eingetroffen sind. Mit der Vorfinanzierung geht die MITKA ein Risiko ein, indem sie nun darauf angewiesen ist, dass die Kooperative die entsprechende Menge Rohkaffee tatsächlich liefert - auch wenn die Ernte schlecht ausfällt oder wenn kommerzielle Aufkäufer aufgrund von Preisschwankungen an der Börse kurzzeitig höhere Preise bieten. Es ist auch vorgekommen, dass die ProduzentInnen aus mangelndem Vertrauen zum Vorstand dem Kooperativenverband nicht ausreichend Kaffee abgeliefert haben. Die MITKA hat hier aus der Vergangenheit gelernt - 1997 ging eine recht hohe Vorfinanzierung verloren und die GmbH geriet in eine existenzielle Krise - und hält stets engen Kontakt zu den Kooperativen, um eventuelle Krisensituationen rechtzeitig zu erkennen. |
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