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Rösten & VeredelnDie Weiterverarbeitung des Rohkaffees übernimmt der Röster, und zwar je nach MITKA-Gruppe eine kleinere Rösterei in Kaltenkirchen, Gronau oder in Mainaschaff. Eine kleine Traditionsrösterei in Berlin-Kreuzberg röstet den Gourmet-Espresso der MITKA. Diese Röstereinen haben sich auf den Umgang mit den besonderen Anforderungen sortenreiner Arábicas, wie sie die MITKA anbietet, eingestellt und die Zeiten, da der Nica-Kaffee nur aus Solidarität getrunken wurde, sind schon lange vorbei.Die Röstung erfolgt als so genannte Trommelröstung im Langzeitverfahren. Die grünen Bohnen werden in einer rotierenden Trommel unter Hitzezufuhr geröstet, der zehn- bis zwanzigminütige Röstvorgang besteht dabei aus zwei Schritten: Erst werden die Bohnen bei höheren Temperaturen (ca. 550° C) drei bis vier Minuten angeröstet, wobei sie ihre braune Farbe bekommen, dann erfolgt die Reduktionsphase auf eine Temperatur von ca. 450° C, die bis zum Ende der Röstzeit konstant gehalten wird. Diese Langzeitröstung ist - im Gegensatz zur Kurzröstung - ein schonendes Verfahren, bei dem sich die ätherischen Öle und Geschmacksstoffe langsam freisetzen, was die natürliche Milde erhält. Je nach Bohnenqualität und Kaffeesorte werden Temperaturveränderungen vorgenommen. Die Veredelungsverfahren Entsäuern und Entkoffeinieren werden vor der Röstung in Veredelungswerken auf Wasser- und Kohlensäurebasis durchgeführt. Dass die Weiterverarbeitung in Deutschland erfolgt, bedeutet gleichzeitig, dass ein großer Teil der Wertschöpfung hier entsteht und nicht im Herkunftsland, wie es für ausgewogenere Handelsstrukturen eigentlich sinnvoll wäre. Das hat vor allem zwei Gründe:
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