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Bio-Zertifizierung

Bio-Anbau schützt die Produzenten und Produzentinnen vor Pestiziden und schont die natürlichen Ressourcen im Erzeugerland, wo der konventionelle Kaffeeanbau Flüsse und Boden durch Kunstdünger und Erosion stark in Mitleidenschaft zieht. Die MITKA unterstützt daher ihre Handelspartner bei der Umstellung.

Der Bio-Anbau bedeutet für die Kaffeeproduktion einen höheren Arbeitsaufwand: zur Vermeidung der Erosion wird der Boden terrassiert, Schädlinge werden mit der Hand abgepflückt statt mit chemischen Mitteln bekämpft etc. Zudem fällt der Ernteertrag geringer aus. Die Kaffeebauern und Kaffeebäuerinnen erhalten deshalb für biologisch angebauten Kaffee eine "Bioprämie" in Höhe von 0,20 USD/libra (453,6 g).

Für den Import und Vertrieb biologisch angebauter Produkte aus Nicht-EU-Staaten gibt es eine Fülle von EU-Verordnungen. Jeder wie auch immer an Anbau, Verarbeitung und Import der Bohnen Beteiligte muss nachweisen, dass die Bedingungen erfüllt werden und das Produkt auch im weiteren Prozess nicht verunreinigt wird. Die hiesige Arbeit der MITKA wird von der Gesellschaft für Ressourcenschutz in Göttingen (GfRS) geprüft.

Die meisten Zertifizierungen der Biokooperativen und Anlagen zur Weiterverarbeitung in Zentralamerika werden von Unternehmen mit Sitz in den USA oder in Europa vorgenommen. Oft reisen eigens dafür Inspektoren aus dem Ausland an, die die Bedingungen vor Ort nur eingeschränkt beurteilen können. Die entsprechend hohen Zertifizierungskosten haben Kleinproduzenten in Nicaragua lange Zeit den Anbau von zertifiziertem Biokaffee erschwert oder unmöglich gemacht.

Die MITKA hat deshalb seit 1995 großes beraterisches und finanzielles Engagement in die Unterstützung des Aufbaus einer einheimischen Zertifizierungsorganisation in Nicaragua - CENIPAE - gesteckt. Mit Erfolg: Die nicaraguanische CENIPAE schaffte es dank der Unterstützung durch die MITKA, den komplizierten Prozess der Adaption der neuen EU-Bioverordnung durchzustehen und wurde von der EU als Zertifizierer anerkannt. Die MITKA hat damit wesentlich dazu beigetragen, dass die Biozertifizierung für die Bio-Kooperativen in Nicaragua nun deutlich presigünstiger und einfacher ist als früher.

CENIPAE hat sich mittlerweile mit drei weiteren lateinamerikanischen Zertifizierungsorganisationen zur ebenfalls von der EU anerkannten Bio-Kontrollstelle Bio Latina zusammengeschlossen. Bio Latina überprüft die Produktionsbedingungen bei unseren Handelspartnern und stellt die notwendigen Bio-Zertifikate aus. Es handelt sich um eine der wenigen im Erzeugerland ansässigen Zertifizierungsorganisationen.

In El Salvador bescheinigt die us-amerikanische Organisation OCIA den biologischen Anbau des an die MITKA gelieferten Kaffees.

Die mexikanische Zertifizierungsorganisation Certimex mit Sitz in Oaxaca zertifiziert den Kaffee unserer mexikanischen Lieferkooperativen.

Unsere Lieferkooperativen aus Guatemala und Honduras werden von BCS bzw. Bio Latina geprüft.

"Aber es lohnt sich ..." Interview mit einer Bio-Kaffeebäuerin



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